Bauproduktenverordnung BauPVO/CPR

Allgemein:

Brände in Gebäuden fordern immer wieder Menschenleben.
Beispiel: 1996 Düsseldorf Flughafen - durch Schweißarbeiten wird ein Großbrand ausgelöst, der seinerzeit 17 Menschen das Leben kostete. Der entstandene Sachschaden wurde auf ca. 1Milliarde DM geschätzt.  Eine der Ursachen war, dass damals aus Kostengründen nicht ausreichend brandsichere Baustoffe verwendet wurden.

Gesetzliche Grundlage: 
Bauproduktenverordnung EU Nr. 305/2011 zur Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten.

 

Was sind „Bauprodukte“:
"... Nach der europäischen Bauproduktenverordnung ist ein „Bauprodukt“ jedes Produkt oder jeder Bausatz, das beziehungsweise der hergestellt und in Verkehr gebracht wird, um dauerhaft in Bauwerke oder Teile davon eingebaut zu werden, und dessen Leistung sich auf die Leistung des Bauwerks im Hinblick auf dieGrundanforderungen an Bauwerke auswirkt.

Dauerhaft ist als das Gegenteil einer vorsätzlich absehbaren temporären Installation zu sehen...“.
(Zitat ZVEI)

Kabel und Leitungen werden in 7 Brandklassen eingeteilt. Eigenschaften wie Rauchentwicklung, Bildung brennender Tropfen und Säureentwicklung ergänzen diese Klassifizierung und werden in der Leistungserklärung dokumentiert. Die Prüfungen erfolgen durch ein notifiziertes Prüfinstitut.

Die Leistungserklärung muss in der Sprache, die ein Mitgliedsstaat vorgibt, erfolgen in der das Produkt in Verkehr gebracht wird.